Sinead O'Connors „Drink Before The War“ ist ein ergreifender Kommentar über die Apathie und Distanziertheit, die die Gesellschaft durchdringen kann, insbesondere unter denen, die durch Privilegien isoliert sind. Der Text des Liedes deutet auf eine Kritik an denen hin, die die Augen vor den Kämpfen und Konflikten verschließen, die sie nicht direkt betreffen. O'Connors leidenschaftlicher Vortrag unterstreicht die Dringlichkeit ihrer Botschaft, da sie den Zuhörer mit den Konsequenzen der Gleichgültigkeit konfrontiert.
Die wiederholten Zeilen über jemanden, der vor dem Krieg etwas zu trinken anbietet, stellen metaphorisch die Idee dar, sich vor einem unvermeidlichen Konflikt oder einer schwierigen Situation zu betäuben oder vorübergehenden Trost zu suchen. Dies könnte als Kritik an kurzfristigen Lösungen oder Ablenkungen interpretiert werden, nach denen Menschen suchen, anstatt sich direkt mit den zugrunde liegenden Problemen auseinanderzusetzen. Der Refrain des Liedes mit seiner eindringlichen Frage: „Möchte jemand vor dem Krieg etwas trinken?“ dient als erschreckende Erinnerung an die drohenden Probleme, die oft ignoriert oder verschoben werden, bis sie unvermeidbar werden.
O'Connors Verwendung von Bildern wie „Herz aus Stein“ und „Augen ausgeschnitten“ zeichnet ein anschauliches Bild der vorsätzlichen Ignoranz, die manche Menschen an den Tag legen. Das Lied fordert den Hörer heraus, die Mauern der Apathie einzureißen und sich mitfühlender und proaktiver auf die Welt einzulassen. Es ist ein Aufruf, die sich abzeichnenden Konflikte, seien sie persönlicher, gesellschaftlicher oder globaler Natur, anzuerkennen und anzugehen, anstatt so zu tun, als ob sie nicht existieren oder dass sie uns nicht betreffen werden.