Die Eule

Das Lied „El Buho“ von Luis R. Conriquez ist eine Erzählung über Widerstandsfähigkeit und Überleben in den rauen Straßen von Tijuana. Der Text zeichnet das Bild einer Person, die Widrigkeiten erlebt hat und von der Umgebung von „tanta guerra“ oder „so viel Krieg“ geprägt wurde, dass die Straßen der Hölle ähneln. Der Protagonist beschreibt sich selbst als jemanden, der Arbeit dem Konflikt vorzieht, aber bereit ist, sich bei Bedarf zu verteidigen. Das Lied befasst sich mit der Welt des grenzüberschreitenden Handels und weist auf illegale Aktivitäten hin, die „Gringos“ und Kunden zufrieden stellen, und deutet auf ein Leben voller Schmuggel oder anderer illegaler Geschäfte hin.

Luis R. Conriquez verwendet den Spitznamen „El Buho“ (Die Eule), um Wachsamkeit und Kontrolle über sein Territorium darzustellen. Die Eule, ein Symbol für Weisheit und Wachsamkeit, passt zu jemandem, der in einer gefährlichen Umgebung ständig auf seine Umgebung achten muss. Das Lied berührt auch das Thema falscher Anschuldigungen und der Stigmatisierung derjenigen, die in der Untergrundwirtschaft tätig sind, da der Protagonist erwähnt, dass er von den Medien ins Visier genommen wurde („En el Zeta ya me han quemado“), in Bezug auf die Gewalt jedoch seine Unschuld beteuert.



Das Lied spiegelt die eigenen Erfahrungen des Künstlers oder die von Menschen in ähnlichen Situationen wider. Es spiegelt die Vorstellung wider, dass Notwendigkeit den Einzelnen dazu bringen kann, schwierige Entscheidungen zu treffen, und dass manchmal das Überlebensbedürfnis die Angst vor den Konsequenzen überwiegt. Die wiederholten Zeilen darüber, dass man die Straße der Bildung vorzieht und das „Refuego“ (Feuergefecht) genießt, deuten darauf hin, dass das Leben eher aus Notwendigkeit als aus Verlangen gewählt wurde, und aus Stolz auf die Fähigkeit, unter solchen Bedingungen erfolgreich zu sein.