In „Lettuce“ befasst sich f5ve mit der Komplexität moderner Beziehungen und konzentriert sich dabei insbesondere auf das Paradoxon von Anziehung und Toxizität. Das Lied beginnt mit einer Ansage eines Radiosenders und gibt einen lockeren, aber intimen Ton an. Der wiederkehrende Satz „Du isst viel Salat, bist aber giftig“ dient als Metapher für jemanden, der auf den ersten Blick gesund oder gut erscheint, in Wirklichkeit aber schädlich ist. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht die Verwirrung und Frustration, die solche Beziehungen oft begleiten.
Der Text untersucht das unberechenbare Verhalten der anderen Person, die durch Textnachrichten und anschließendes Ghosting gemischte Signale sendet. Diese Inkonsistenz ist eine Quelle emotionalen Aufruhrs für den Erzähler, der die Absichten der anderen Person in Frage stellt. Die Erwähnung von Freunden, die den Erzähler nicht mögen, erhöht die Komplexität noch weiter und deutet auf äußere Einflüsse hin, die die Beziehung weiter erschweren. Ein zentrales Thema ist das Ringen des Erzählers zu verstehen, ob das unberechenbare Verhalten ein Zeichen echten Interesses oder bloße Manipulation ist.
Kulturelle Bezüge, wie die Verwendung japanischer Ausdrücke wie „フェイクな連中“ (falsche Menschen) und „キラキラ“ (prickelnd), verleihen dem Song eine einzigartige Note, die den vielfältigen Hintergrund und die musikalischen Einflüsse von f5ve widerspiegelt. Das Lied berührt auch Themen wie Geduld und Verlangen, da der Erzähler seine Bereitschaft zum Ausdruck bringt, trotz der Toxizität zu warten und der anderen Person auf halbem Weg entgegenzukommen. Diese Bereitschaft, um der Liebe oder Anziehung willen emotionale Strapazen zu ertragen, ist ein ergreifender Kommentar zu den Anstrengungen, die Menschen auf der Suche nach einer Verbindung unternehmen.
Insgesamt ist „Lettuce“ von f5ve eine differenzierte Erkundung der Höhen und Tiefen moderner Beziehungen und fängt die emotionale Achterbahnfahrt ein, die in der heutigen Welt oft mit Liebe und Anziehung einhergeht.