Keshis Lied „LIMBO“ befasst sich mit den inneren Kämpfen und Widersprüchen, mit denen man konfrontiert ist, wenn man versucht, seinen Platz in der Welt zu finden. Die Texte drücken das Gefühl aus, zwischen verschiedenen Seinszuständen gefangen zu sein, ähnlich wie der Grenzraum, den der Titel des Liedes andeutet. Der Künstler beschreibt, wie er die Bewegungen durchführt, sich sowohl zuversichtlich als auch betrügerisch fühlt und mit Selbstzweifeln und Selbstverwirklichung kämpft. Diese Dualität ist eine häufige menschliche Erfahrung, bei der man zwischen dem Gefühl der Kontrolle und der völligen Verlorenheit schwankt.
Der Refrain von „LIMBO“ nutzt die Metapher, einen Sonnenuntergang mit den Händen aus dem Fenster zu jagen, um eine Sehnsucht nach Freiheit und einem Lebensrhythmus zu vermitteln, der mit dem wahren Selbst des Künstlers übereinstimmt. Der Sonnenuntergang kann ein Ende oder einen Übergang symbolisieren und scheint in diesem Zusammenhang eine Suche nach Frieden und Authentizität darzustellen. Die wiederholte Zeile „Das ist eher mein Tempo“ deutet auf den Wunsch hin, das Leben in einem Rhythmus zu leben, der sich für den Einzelnen natürlich anfühlt, anstatt sich an äußere Erwartungen zu halten.
In dem Lied geht Keshi auch auf die Idee ein, der Welt nur die besten Seiten von sich selbst zu zeigen, ein Konzept, das im Zeitalter der sozialen Medien Anklang findet, in dem kuratierte Personas die Norm sind. Der Künstler erkennt seine Menschlichkeit und seine Unvollkommenheiten an und hofft, dass der Druck, eine Fassade aufrechtzuerhalten, sein wahres Wesen nicht überwältigt. Das Lied ist eine offene Reflexion über die Komplexität der Selbstidentität und das Streben nach einem echten Leben inmitten gesellschaftlicher Zwänge.