Penelope Scotts „Rät“ ist eine ergreifende Kritik der Desillusionierung gegenüber Autoritätspersonen und des Verrats idealistischer Überzeugungen. Der Text des Liedes erzählt die Geschichte von jemandem, der einst den technologischen Fortschritt und die Menschen dahinter vergötterte, sich dann aber betrogen fühlte, als ihm klar wurde, dass seine Helden fehlerhaft waren und ihre Absichten möglicherweise nicht so edel waren, wie man einst glaubte.
Das Lied beginnt mit dem Hintergrund des Protagonisten, der aus einer Linie von Wissenschaftlern und Atheisten stammt, was auf eine rationale und empirische Erziehung schließen lässt. Der Protagonist fühlt sich zu einer Figur hingezogen, die für Erfolg und technologischen Fortschritt steht und das Versprechen des Fortschritts verkörpert. Doch im Verlauf des Liedes wandelt sich die Bewunderung des Protagonisten in Enttäuschung. Die Texte deuten darauf hin, dass die von ihnen bewunderte Figur, die eine Metapher für einen Technologieführer oder die Technologiebranche als Ganzes sein könnte, den Idealen, die sie verkündeten, nicht gerecht wird. Der Protagonist fühlt sich ausgenutzt und in die Irre geführt und erkennt, dass das Streben nach Fortschritt von Egoismus, Elitismus und Gier geprägt sein kann.
Der Refrain von „Ich habe dich geliebt, ich habe dich geliebt, ich habe dich geliebt, das ist wahr“ unterstreicht das tiefe Gefühl des persönlichen Verrats, das der Protagonist empfindet. Der Titel des Liedes, „Rät“, was auf Schwedisch „richtig“ oder „richtig“ bedeutet, könnte als sarkastische Bemerkung über die Gerechtigkeit interpretiert werden, die der Protagonist seinem Idol einst zuschrieb. Das Lied endet mit der Bitte, zum Mond gebracht zu werden, einem Symbol für die unerfüllten Versprechen der Erforschung und Inklusion, und hinterlässt beim Protagonisten das Gefühl, „so benutzt“ zu sein. Penelope Scott nutzt ihre Musik, um Themen der Ernüchterung und des Verlusts der Unschuld angesichts der harten Realitäten zu erforschen.