Das Lied „SERPIENTE“ von Junior H, einem mexikanischen Regionalkünstler, der dafür bekannt ist, traditionelle mexikanische Musik mit modernen Trap- und Hip-Hop-Elementen zu verbinden, befasst sich mit der Komplexität einer toxischen Beziehung. Der Text zeichnet das Bild einer Liebe, die sowohl unwiderstehlich als auch erstickend ist, und vergleicht den Partner mit einer Schlange, die sich verwickelt und erstickt. Die Erwähnung eines Muttermals und die intime Kenntnis des Körpers des anderen lassen auf eine tiefe Vertrautheit schließen, auf eine Beziehung, die Nähe und möglicherweise eine gemeinsame Geschichte geprägt hat.
Die Metapher der Schlange ist kraftvoll und symbolisiert Versuchung und Gefahr. Der Sänger drückt den Wunsch aus, sich aus dem Griff dieser giftigen Liebe zu befreien und sein wahres Selbst zu offenbaren, das in der Beziehung unterdrückt zu sein scheint. Trotz der Anerkennung der schädlichen Natur des Partners besteht ein Gefühl der Unvermeidlichkeit und eine Anziehungskraft auf die Person, was die oft widersprüchlichen Emotionen hervorhebt, die mit solchen Beziehungen einhergehen. Der Verweis auf das Vergessen früherer Partner und den Drang, dem Moment nachzugeben, unterstreicht die Sehnsucht nach Verbindung und Intimität, trotz der Gefahr, Schaden anzurichten.
Das Lied berührt auch Themen wie Unterstützung und Engagement, da die Sängerin verspricht, in den schlimmsten Momenten des Partners da zu sein. Dieses Nebeneinander von Schmerz und Unterstützung, Gefangenschaft und Verpflichtung schafft eine komplexe emotionale Landschaft, mit der sich viele identifizieren können. Der Kampf zwischen den Wünschen des Herzens und dem Bedürfnis nach Selbsterhaltung ist ein universeller Kampf und macht „SERPIENTE“ zu einem klangvollen Stück für diejenigen, die den bittersüßen Tanz einer toxischen Beziehung erlebt haben.