Hoziers „Someone New“ ist eine ergreifende Untersuchung der Vergänglichkeit von Zuneigung und der menschlichen Tendenz, in Beziehungen nach Neuem zu suchen. Die Texte vermitteln ein Gefühl der Unruhe und den Wunsch nach ständiger emotionaler Stimulation, da der Protagonist zugibt, dass er sich „jeden Tag ein bisschen, oh, ein bisschen, in jemanden, der neu ist“, verliebt. Dieser Refrain deutet eher auf ein Muster flüchtiger Verbindungen als auf tiefe, dauerhafte Beziehungen hin.
Das Lied berührt auch die Idee der Ablenkung und des Eskapismus, da der Protagonist versucht, „der brennenden Last“ der Herausforderungen des Lebens zu entfliehen, indem er sich der „dunklen Liebkosung eines anderen“ hingibt. Die Erwähnung „seltsamer Vollkommenheiten in jedem Fremden“ impliziert eine Romantisierung des Unbekannten und die Suche nach vorübergehendem Trost in den idealisierten Eigenschaften neuer Bekanntschaften. Dieses Verhalten wird ohne Wertung dargelegt, wobei die Komplexität menschlicher Emotionen und das Fehlen eines „richtigen Wegs“, mit ihnen umzugehen, anerkannt wird.
Der kulturelle Bezug auf Aretha Franklin in der Zeile „Wie rein, wie süß deine Liebe, Aretha, du würdest für ihn beten“ verleiht der Erzählung Tiefe. Es beschwört die gefühlvolle Leidenschaft von Franklins Musik herauf und suggeriert eine Sehnsucht nach einer Liebe, die so kraftvoll und rein ist wie die, über die sie sang. Die Handlungen des Protagonisten stehen jedoch im Widerspruch zu diesem Ideal und offenbaren einen Kampf zwischen dem Wunsch nach tiefer Verbundenheit und dem Reiz neuartiger Erfahrungen.